CD zum Jahreskonzert 2012

Unser Jahreskonzert im Frühjahr 2012 unter dem Motto Classic meets Pop ist auf einer CD verfügbar. Diese kann beim Vorstand und allen Mitgliederinnen erworben werden.

Walter Dohr hat diese Compact Disk besprochen:

Auf dem jüngsten und gelungenen Chorfest des Chorverbandes Rhein-Sieg in der Kreisstadt Siegburg   wurde mir von Sibille Miesen-Schulz (engagierte Vorsitzende des Chorverbandes und des Troisdorfer Frauenchores „Furore“) eine CD des Maikonzerts 2012 im Bürgerhaus „Küz“ in Troisdorf-Sieglar überreicht, die ich mit großem Interesse gehört habe. Diese CD ist es wirklich wert, einmal näher auf dieses Konzert einzugehen. Eine solche CD-Aufnahme dokumentiert nicht nur das erfolgreiche Wirken, sondern bietet auch demjenigen, der das Konzert nicht erleben konnte, die Gelegenheit sein Chorarchiv zu bereichern. Und eine Bereicherung ist die CD in jedem Falle. Die von Chorleiter Wolfram Kastorp ausgegebene und vorzüglich erarbeitete und einstudierte musikalische Losung „Classic meets Pop“ bot dazu vielfältige Möglichkeiten, die vom Frauenchor (der sich einmal eingehend mit einer Qualifikation zum Leistungschor und Konzertchor beschäftigen sollte!), der Sopranistin Kate Healey, dem Flötisten Ingo Nelken und dem Pianisten Frank Hoppe in bestechender Manier genutzt werden.

Der Chordirigent, der dem Frauenchor längst seine ausgezeichnete chorpädagogische Intention nahe gebracht hat, überzeugt aber ebenso als respektabler Arrangeur von Chorliedern und Musikstücken („Frühlingsgruß“ von Robert Schumann, „Im Abendrot“ von Franz Schubert“, Morgenstimmung“ und „Solveigs Lied“ von Edvard Grieg, „Barkarole“ von Jacques Offenbach. Das trifft aber auch auf den Ohrwurm „Marmor, Stein und Eisen bricht“, den Abba-Hit „Thank you for the music“, „Denk an mich“ aus Webbers Musical „Phantom der Oper“ oder „Ich hätt´ getanzt heut´ Nacht“ zu. Die Sängerinnen, in sich bereits mehrmals den Meisterchortitel erstritten haben, präsentieren sich auf der CD wahrhaft meisterlich und so wird diese zu einem einzigen Hörgenuss. Sie gehen beherzt und überlegt die Töne an, beherrschen die Tempi nicht nur beim Abba-Medley mit auffälliger Sicherheit, praktizieren in den romantischen und romantisierenden Chorsätzen („Gesang der Wassernixen“ nach dem „Lied ohne Worte“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, „Lied des Sandmanns und Abendsegen“ aus Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ oder „Über sieben Brücken“ von Peter Maffay) eine lebendige und atemvolle Phrasierung, beherzigen eine vorbildliche Diktion und haben selbst vor den exponierten Stimmlagen keine Höhenängste.

Ein großes Kompliment an den Chor und seinen erfahrenen Dirigenten und Sänger, der im anrührenden Duett „Denk an mich“ sogar in die Solistenrolle schlüpfte und diese mit sonorer Stimme ausfüllte. Er und die Sängerinnen sorgen mit der CD weiter für Furore, so dass die Änderung des Chornamens keine Floskel bleibt. Ganz im Gegenteil! Die Sängerin bezaubert mit einer ausdrucksvollen und wandlungsfähigen Stimme, die die Sinne wärmt und betört wie beispielsweise beim weihevollen Kunstlied „Auf den Flügeln des Gesanges“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, „May be this time“ aus dem Musical „Cabaret“ oder „Das Farbenspiel des Windes“ aus dem Musical „Pocahontas“. Gelebte und erlebte Augenblicke voller Hingabe, die den eigentlichen Reiz der Musik ausmachen. Für die i-Tüpfelchen des Konzerts sorgten der Flötist und der Pianist, die sich als kompetente und ausgefuchste Chor- und Liedbegleiter in die Herzen zu spielen wissen. Der Flötist zelebriert zudem in kongenialer Übereinkunft mit dem Klavierbegleiter einige wunderschöne und ausgesprochen reizvolle Aufgaben.

Walter Dohr