Rhein-Sieg-Anzeiger vom 20. Mai 2014: Mit Sahne in die Sommerpause

Der Troisdorfer Frauenchor Furore widmete bei seinem Konzert in der Sieglarer Küz Udo Jürgens ein Medley. Eine rundum gelungene Vorstellung also, die sicher auch ein Verdienst des Dirigenten Wolfram Kastorp ist.  Von Johannes Schmitz

Der Frauenchor singt mit Tenor Antonio Rivera. Foto: Johannes Schmitz

Der Frauenchor singt mit Tenor Antonio Rivera. Foto: Johannes Schmitz

Troisdorf. Mit 66 Jahren ist noch lange nicht Schluss. Mit diesem Statement beging der Frauenchor Furore von 1948 sein Konzert in der Sieglarer Küz. Und die Sängerinnen ließen tatsächlich keine Alterserscheinungen hören. Sie sangen genau, phrasierten musikalisch und bildeten einen schönen Gesamtklang ohne Vibrato-Ausreißer. Und auch die Altistinnen waren gut vernehmbar. Eine rundum gelungene Vorstellung also, die sicher auch ein Verdienst des Dirigenten Wolfram Kastorp ist, der zudem selber ein guter Gesangsolist ist.

In einem Duett mit dem Gasttenor Antonio Rivera ließ er seinen Bassbariton hören. Rivera ist derzeit öfter als Gastsolist zu hören. Sein Deutsch ist etwas bemüht, doch dafür bringt er sicher laute Spitzentöne über die Rampe. Das hat durchaus seinen Reiz. Mit etwas mehr Feinabstimmung agieren die „Gentlemen in Tune“, die ebenfalls häufiger zu hören sind und als A-Cappella-Quintett mittlerweile eine feste Größe im Troisdorfer Musikleben sind.

Im Zentrum des unterhaltsamen Abends stand der Frauenchor, der einen Schwerpunkt bei der anglo-amerikanischen Musik setzte. „What a wonderful World“ als lebensbejahendes Bekenntnis , „Love me do“ von den Beatles, „New York, NewYork“ und „Memory“ ergaben ein stimmiges klangliches Gesamtbild. Wie der Titel des Konzertes vermuten lässt, landeten die Frauen am Ende bei Udo Jürgens, dem sie ein Medley widmeten: „Aber bitte mit Sahne“. Dabei hatte es vorher noch geheißen: „Ich will keine Schokolade.“

Mit diesem Konzert in der Küz kann sich der Frauenchor Furore in die Sommerpause verabschieden. Mit seiner Programmwahl und der guten Stimmbildung durch Kastorp dürfte dieser Chor sobald keine Nachwuchssorgen bekommen, wie sie manchen Männerchor ereilt haben. Der nächste große Auftritt steht am 22. November in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle bevor, wo die Troisdorfer Frauen zu Gast bei der Chorgemeinschaft Germania sind.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Pressebericht, Veranstaltungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.